Passivhaus

Weil ökologische Verantwortung

nicht langweilig aussehen muss.

Das Passivhaus

Wesentlich für die Planung eines Passivhauses sind ein hoher Dämmstandard der Außenbauteile, sinnvolle Anordnung von Fenstern zur solaren Heizung im Winter und Belichtung, effiziente Anlagentechnik für Heizung und Lüftung, Wärmebrückenfreies Konstruieren und die luftdichte Ausführung der Gebäudehülle. Hierfür muss von Beginn an richtig geplant werden von der Entwurfsplanung über die Werkplanung bis hin zum fertigen Gebäude.

Warum ein Passivhaus bauen?

Deutschland strebt eine Versorgung durch regenerative Energien an. Dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht im Ansatz möglich. Fast 40 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf den Gebäudesektor. Beispiel: Um den Energieverbrauch der Landeshauptstadt München mit aus Photovoltaikanlagen erzeugter regenerativer Energie zu decken wäre die Fläche von ganz Bayern erforderlich. Lösung kann also nur die weitere Reduzierung des Energieverbrauchs sein. Dies geschieht einerseits durch die regelmäßigen Verschärfungen der EnEV, anderseits bildet das Passivhaus die konsequentere Möglichkeit zur Energieeinsparung.

5 Argumente für das Passivhaus

1.

Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.

Ein Passivhaus muss nicht unbedingt mehr Kosten, es kommt wie so oft auf die frühzeitige Planung an. 

Trotzdem: Selbst wenn Ihr Traumhaus in Passivhausbauweise die Bausumme um ein paar Prozentpunkte nach oben treibt - Sie leisten damit aktiv einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt unserer kostenbarsten Ressourcen 

für künftige Generationen - auch für Ihre Kinder und Enkel.

Diese Tatsache hat eine Entscheidung für ein Passivhaus vielen anderen in unserem Leben voraus - oder können Sie 

obiges Argument auch für die vielen Luxusgegenstände in unserem heutigen Leben behaupten: 

Denken Sie mal an Ihr „besterntes, weiß-blau „belogotes“ oder mit vier Ringen versehenes Auto, an Ihr 

neuestes Design-Smartphone, die neue Superküche oder vieles mehr.

2.

Höchster Wohnkomfort und höchste Behaglichkeit.

Der hohe bauliche Standard eines Passivhauses bringt natürlich einen außerordentlich hohen Wohnkomfort mit sich. Wo

beispielsweise in Altbauten und auch in vielen Neubauten im Winter akribisch auf die Raumtemperaturen geachtet werden muss, um die Heizkosten in Grenzen zu halten, finden Sie im Passivhaus Gegenheiten vor, die die Raumtemperatur im Winter nur selten unter 23°C fällt und die Heizkosten auf den Monat gerechnet in einem durchschnittlich großen Passivhaus (ca. 150 bis 200 m²) selbst in Zeiten hoher Energiekosten mit 10 bis 15 Euro außerordentlich niedrig bleiben.

Dies liegt (neben der überdurchschnittlich gedämmten Außenhülle) zum einen am immensen Beitrag interner Energiequellen zur Raumheizung (z.B. Kochen, Fernsehen, HiFi-Anlage, Waschen/Trocknen etc.), zum anderen auch am Wärmeeintrag solarer Energie (Sonnenenergie) in das Passivhaus während der Heizperiode.

3.

Immer frische Luft durch Wohnraumlüftung.

Der hohe bauliche Standard eines Passivhauses verlangt eine sehr hohe Dichtigkeit des Gebäudes gegen Infiltration (das ist

 das unbeabsichtigte Eindringen von Luft durch Gebäudeleckagen z.B. an Fensterdichtungen usw.). Dies macht die Montage einer kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage notwendig. Mit dieser Anlage ausgestattet bietet Ihnen Ihr Passivhaus stets allerbestes Raumklima - vergleichbar mit der Außenluft. Gerüche beim Kochen, nach dem Toilettengang und der allen bekannte „muffige“ Geruch eines Elternschlafzimmers am Morgen nach dem Aufstehen gehören damit der Vergangenheit an.

Natürlich wird durch die Lüftungsanlage auch die im Haus entstehende Feuchtigkeit (z.B. durch Kochen, Waschen, Atmen, Duschen etc.) abgeführt, so dass gesundheitsgefährdender Schimmel - ein bekanntes Problem im Neubau und im sanierten Altbau - kein Problem im Passivhaus darstellt.

4.

Geringstmögliche Betriebskosten - auch im Alter!

Schon erwähnt und allgemein bekannt: Im Passivhaus muss „quasi“ nicht geheizt werden. Ein Passivhaus von 150 m²

 Größe mit weniger als 150 Euro/Jahr auf durchschnittlich 23°C im Wohnraum zu beheizen, ist realistisch. Kritiker des Passivhauses halten dem entgegen, dass auch das vergleichbare EnEV-Standardgebäude bei gleicher Beheizung nicht mehr als 500 Euro/Jahr verschlingen wird - mit etwa 42 Euro/Monat immer noch günstiger als so mancher Smartphone-Tarif.

Es ist jedoch leichtfertig, nur an „heute“ zu denken: Der durchschnittliche Häuslebauer in Deutschland ist zu Baubeginn zwischen 30 und 40 Jahre alt, es ist also davon auszugehen, dass er etwa 50 Jahre in dem Haus leben wird.

Die Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts hat gezeigt, dass wir zirka alle 20 Jahre von einer Verdoppelung der Rohstoffpreise ausgehen müssen. Das hieße also, dass sich die Rohstoffpreise während der Lebenszeit in einem Haus zweimal verdoppeln, was obiges Beispiel komplett anders aussehen lässt, denn: Bei zweimaliger Verdoppelung der Heizkosten des obigen Passivhauses (150 Euro/Jahr 300 Euro/Jahr 600 Euro/Jahr) beträgt der Mehrpreis auf die heutigen Energiekosten nur 450 Euro/Jahr, beim EnEV-Standardgebäude (500 Euro/Jahr 1.000 Euro/Jahr 2.000 Euro/Jahr) sind es 1.500 Euro/Jahr - mehr als das Dreifache! Inflationäre Aspekte sind in unserem Beispiel noch gar nicht berücksichtigt.

Die Frage, die wir uns beim Bau eines Hauses stellen sollten ist also nicht „Kann ich mir die paar Tausend Euro Mehrpreis für ein Passivhaus leisten?“, sondern vielmehr „Kann ich mir ein Standardgebäude im Alter (bei unsicherer Rentenlage, unsicherer Energiepolitik, unsicherer Inflationsentwicklung etc.) überhaupt noch leisten?

 

Denken Sie mal darüber nach…

5.

Höchste Wertstabilität durch Qualität.

Zum 1. Januar 2016 verschärft die dann gültige EnEV 2014 (in ihrer verschärften Fassung) die Standards allgemein um 

25 Prozent im Vergleich zur bis dahin geltenden EnEV. Das heißt im Klartext, dass die technischen Anforderungen an Häuser, die nach dem 1. Januar 2016 geplant und errichtet werden, im Mittel um 25 Prozent höher liegen als zuvor. 

Das wiederum bedeutet faktisch, dass alle 2015 errichteten Standardgebäude ab 1. Januar 2016 sehr deutlich

 (nämlich um 25 Prozent!) nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen und die Wertentwicklung 

solcher Gebäude sicherlich als „fraglich“ beurteilt werden kann.

Das Passivhaus stellt den derzeit maximal erreichbaren Baustandard dar - und das zu mittlerweile gewöhnlichen Baukosten. Sollten überhaupt Mehrkosten gegenüber normalen Bauten anfallen, so werden diese durch die geringen Betriebkosten amortisiert. Sie können sich allerings „zusätzlich“ folgender Tatsache sicher sein:

Ihr Passivhaus entspricht auch in vielen Jahren noch dem Stand der Technik, was selbstverständlich dazu beitragen wird, 

dass die Wertstabilität Ihrer Immobilie als sehr hoch anzusehen ist.

Dipl.-Ing. (FH) Stefanie Leitenstern     Wiesenstraße 15    86556 Kühbach

fon: 0 82 51 / 896 39 96    mobil: 0176 / 235 11 0 33    mail: stefanie@leitenstern.eu

www.leitenstern.eu

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